Blumenwunder im Seleger Moor

Der Frühling ist die Zeit des Erwachens und Aufblühens. Wenn sich draussen alles überall wieder zu regen beginnt, dann wirkt das auf viele Menschen wie ein natürlicher Energieschub – Seniorinnen und Senioren eingeschlossen. Ganz besonders die ältere Generation sollte sich davon anstecken und nach draussen locken lassen. Denn das fördert die Bewegung, das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit. Je mehr Zeit man bewusst in der Natur verbringt, desto gesünder. Wenn es wieder heller wird, hebt das die Stimmung deutlich, die wärmeren Tage erfreuen Körper und (Lebens-)Geist, und die winterlichen Depressionen verflüchtigen sich.

Was tut der Frühling mit dem Körper?

Ist der Lenz da, so zeigt sich auch die Sonne immer länger – und von ihrer wärmeren Seite. Das ist wunderbar. Denn mehr Sonnenlicht fördert die Vitamin D-Produktion, was sich positiv auf die Knochen, die Muskeln und das Immunsystem auswirkt. Wobei grundsätzlich die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten, unabhängig vom Alter, immer empfehlenswert ist. (Ebenso spielen Omega-3-Fettsäuren eine grosse Rolle für einige der wichtigsten Köperfunktionen. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Apotheker beraten!)

Doch zurück zu unserem Hauptthema: Mit den milderen Temperaturen des Frühlings fällt natürlich auch die Bewegung wieder leichter als im Winter. Spaziergänge und leichtere Gartenarbeit sind wieder vermehrt möglich und empfehlen sich – für einen verbesserten Kreislauf und ein stabileres Gleichgewicht.

Wie hilft uns der Frühling psychisch, emotional und sozial?

Das hellere Licht und die angenehmen Temperaturen des Frühlings können, wie bereits erwähnt, depressive Verstimmungen – den sogenannten «Winterblues» – lindern oder zum Verschwinden bringen. Die unglaubliche Farbenvielfalt, die «Frühlingsgefühle», die wunderschönen Blüten und der vielfältige, melodische Vogelgesang tragen zu mehr Wohlbefinden bei. Und damit oft auch zu einer robusteren Gesundheit. Die Motivation, wieder nach draussen an die frische Luft zu gehen und etwas zu unternehmen, verspricht entspannende Naturerlebnisse. Diese reduzieren Stress, mindern Ängste und innere Unruhe und steigern so generell die Lebensfreude. Und diese Freude wird noch grösser, wenn man draussen (z.B. im Park oder auf der Terrasse eines Cafés) alte Freundinnen und Freunde wieder trifft und neue Bekanntschaften schliesst. Die Kommunikation untereinander ist ja bekanntlich ein grosser Stimmungsmacher. Gemeinsame Aktivitäten, die man dann eventuell plant oder unternimmt, stärken zudem das soziale Netzwerk und wirken so der Isolation im Alter entgegen. Das ist vor allem wichtig für Seniorinnen und Senioren, die bereits alleine leben.

Worauf sollten älteren Menschen im Frühling besonders achten?

So lieblich der Frühling auch auf den ersten Blick erscheint – er kann auch einige unwillkommene Seiten zeigen. Stichwort «Bluescht»: Pollen können bei vielen Menschen (keineswegs nur bei Seniorinnen und Senioren) Allergien und damit Beschwerden verursachen. Auch die so willkommene Sonne darf man nach der langen Dunkelzeit nicht unterschätzen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, Sonnenschutz und Kopfbedeckung mitzunehmen, wenn man sich am Saisonanfang neu den wärmeren und sonnigeren Bedingungen aussetzt. Und sachte mit Spaziergängen und Ausflügen: Starten Sie langsam und vermeiden Sie es, sich gleich zu Anfang zu «übertun». Im Frühling sollten ältere Semester zudem ganz besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag) und auf eine leichte, vitaminreiche Ernährung achten. Man will ja schliesslich voller Energie in die wonnige und sonnige Saison starten!